Groupe BCV au premier semestre 2020 - Interview de Pascal Kiener, CEO

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BCV-Gruppe im von der Corona-Krise geprägten ersten Halbjahr 2020 mit einem soliden Konzerngewinn von CHF 158 Millionen

Die BCV-Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2020 ein tieferes, aber dennoch solides Ergebnis. Gegenüber den ersten sechs Monaten des Rekordjahres 2019 ging der Konzerngewinn um 13% auf CHF 158 Millionen zurück. Der Geschäftsertrag sank um CHF 25 Millionen (−5%) auf CHF 477 Millionen und der Geschäftserfolg verringerte sich um CHF 30 Millionen (−14%) auf CHF 179 Millionen.

Der Rückgang des Geschäftserfolgs ist im Wesentlichen auf zwei durch die Corona-Krise bedingte Faktoren zurückzuführen: Zum einen fielen die Erträge vor Rückstellungen[1] aufgrund des flaueren Kundengeschäfts um CHF 11 Millionen tiefer aus. Zum anderen erhöhte sich der Bedarf an Rückstellungen für die Kreditrisiken gegenüber einer geringen Anzahl von Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten um rund CHF 20 Millionen (um CHF 13,5 Millionen für Kredite und um CHF 6,3 Millionen für Ausserbilanzgeschäfte).

Ihren Leistungsauftrag hat die BCV in dieser Zeit voll und ganz erfüllt. So hatte sie unter anderem per Ende Juli mehr als 6 000 COVID-19-Überbrückungskredite im Gesamtwert von über CHF 700 Millionen gewährt.[2]

 

Ertragsrückgang von 5%

Der Geschäftsertrag der BCV-Gruppe nahm gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 um CHF 25 Millionen bzw. 5% auf CHF 477 Millionen ab.

Im Negativzinsumfeld verringerte sich der Bruttoerfolg aus dem Zinsgeschäft um 4% auf CHF 242 Millionen. Durch die Bildung von Rückstellungen für Kreditrisiken sank der Nettoerfolg aus dem Zinsgeschäft um 10% auf CHF 229 Millionen. Der Erfolg aus dem Kommissionsgeschäft ging um 3% auf CHF 156 Millionen zurück. Das Handelsgeschäft profitierte dagegen von der erhöhten Volatilität an den Devisenmärkten, was in einem um 22% höheren Erfolg von CHF 73 Millionen resultierte. Der übrige ordentliche Erfolg fiel mit CHF 19 Millionen 32% geringer aus als im ersten Halbjahr 2019, als die BCV einen aus einer Beteiligung stammenden ausserordentlichen Ertrag verbucht hatte.

 

Geschäftserfolg von CHF 179 Millionen

Der Geschäftsaufwand war mit CHF 253 Millionen (−1%) auf Vorjahresniveau. Die Abschreibungen erhöhten sich auf CHF 37 Millionen (+4%). Die Veränderungen von Rückstellungen beliefen sich auf CHF 8 Millionen (+332%) und erklären sich im Wesentlichen aus Kreditrisiken aus ausserbilanziellen Verpflichtungen gegenüber einer geringen Anzahl von Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten. Der Geschäftserfolg verringerte sich dementsprechend um CHF 30 Millionen bzw. 14% auf CHF 179 Millionen.

Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf zwei durch die Corona-Krise bedingte Faktoren zurückzuführen: Zum einen fielen die Erträge vor Rückstellungen (siehe Fussnote 1 auf der ersten Seite) aufgrund des flaueren Kundengeschäfts um CHF 11 Millionen tiefer aus. Zum anderen erhöhte sich der Bedarf an Rückstellungen für die Kreditrisiken gegenüber einer geringen Anzahl von Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten um rund CHF 20 Millionen (um CHF 13,5 Millionen für Kredite und um CHF 6,3 Millionen für Ausserbilanzgeschäfte).

 

Konzerngewinn von CHF 158 Millionen

Der ausserordentliche Ertrag beläuft sich auf CHF 3 Millionen und der Steueraufwand auf CHF 24 Millionen. Der Konzerngewinn sank zwar um 13%, bleibt mit CHF 158 Millionen aber auf einem hohen Niveau. Mit 8,8% weist die BCV gegenüber den vergleichbaren Finanzinstituten eine der höchsten Eigenkapitalrenditen (ROE) auf.

 

Zuwachs im Kreditgeschäft und bei den Kundeneinlagen

Die Bilanzsumme betrug per Ende Juni CHF 50,3 Milliarden (+4%). Auf der Aktivseite stieg die vorwiegend bei der SNB gehaltene Liquidität um 15% auf CHF 9,6 Milliarden an. Das Hypothekargeschäft verzeichnete einen Zuwachs von CHF 403 Millionen bzw. 1,5% auf CHF 27,4 Milliarden. Die übrigen Kredite legten um 2% auf CHF 5,9 Milliarden zu, was vor allem auf die COVID-19-Überbrückungskredite zurückzuführen ist.

Auf der Passivseite der Bilanz nahmen die Kundeneinlagen um CHF 671 Millionen bzw. 2% auf CHF 33,7 Milliarden zu. Während die Einlagen von Privatkunden und KMU wuchsen, waren jene der Grossunternehmen rückläufig.

 

Abnahme der verwalteten Vermögen

Insbesondere durch den Rückgang der Finanzmärkte verringerten sich die verwalteten Vermögen der Gruppe um 2% auf CHF 95,9 Milliarden. Der vorwiegend von Privatkunden, KMU und institutionellen Kunden stammende Nettoneugeldzufluss von CHF 862 Millionen vermochte den mit der Swisscanto-Übernahme durch die ZKB verbundenen Vermögenstransfer von CHF 1,1 Milliarden weitgehend zu kompensieren.

 

Ausschüttung von CHF 310 Millionen an die Aktionäre

In Übereinstimmung mit ihrer Ausschüttungspolitik hat die BCV im Mai CHF 36 pro Aktie, also insgesamt CHF 310 Millionen an ihre Aktionärinnen und Aktionäre ausgeschüttet. Mit dieser gegenüber dem Vorjahr um CHF 1 höheren Auszahlung pro Aktie ergibt sich bezogen auf den Jahresendkurs 2019 eine Dividendenrendite von 4,6%.

 

Solide Kapitalbasis

Eigenkapital in Höhe von CHF 3,4 Milliarden und eine Gesamtkapitalquote von 17,9% zeugen von der soliden Kapitalbasis der Bank. Des Weiteren bestätigten die Ratingagenturen im ersten Halbjahr erneut die Bonitätsnoten der BCV: Sie wird von Standard & Poor’s mit «AA» und von Moody’s mit «Aa2» eingestuft; beide Ratings sind mit stabilem Ausblick.

 

Starke Kursperformance und 1:10-Aktiensplit

Mit einem Kursanstieg von 17% und einer die Dividende mitberücksichtigenden Gesamtrendite von 21% erzielte die BCV-Aktie eine ausgezeichnete Halbjahresperformance. Unter den an der SIX Swiss Exchange kotierten Banken gehörte die BCV damit zu den Spitzenreiterinnen. Nach der beachtlichen Kursentwicklung der letzten Jahre und wegen ihrer vergleichsweise hohen Liquidität wurde die BCV-Aktie am 29. Mai 2020 in den MSCI World und am 22. Juni 2020 in den STOXX Europe 600 aufgenommen. Durch den am 28. Mai 2020 vollzogenen 1:10-Split ist die Aktie für Privatanlegerinnen und -anleger erschwinglicher geworden.

 

Leistungsauftrag in Krisenzeiten erfüllt

Die BCV passte ihren Bankbetrieb während der akuten Phase der Pandemie den aussergewöhnlichen Umständen an, um ihre Mitarbeitenden und ihre Kundschaft zu schützen, und vermochte dennoch den Bedürfnissen der Unternehmen und Menschen im Kanton voll und ganz gerecht zu werden. Insbesondere dank der digitalen Kanäle war es den Kundinnen und Kunden durchgehend möglich, ihre Bankgeschäfte zu erledigen und sich von den BCV-Mitarbeitenden beraten zu lassen. Dies zeigt, wie umfassend das Multikanal-Angebot der BCV ist. Die BCV hat im ersten Halbjahr 2020 ausserdem bei den Krediten der Waadtländer KMU die Tilgungszahlungen per 31. März und 30. Juni ausgesetzt (siehe Medienmitteilung vom 19. März 2020). Die dadurch bei den KMU verbleibenden liquiden Mittel beliefen sich auf CHF 40 Millionen. Des Weiteren war die BCV gemeinsam mit vier anderen Banken massgeblich an der Ausarbeitung des Programms des Bundes für die Bereitstellung von COVID-19-Überbrückungskrediten für Unternehmen mit coronabedingtem Liquiditätsbedarf beteiligt. Ende Juli hatte die Bank über 6 000 Kredite dieser Art mit einem Gesamtvolumen von über CHF 700 Millionen gewährt.

 

Aussichten

Sofern sich die Wirtschaftslage und die Entwicklung an den Finanzmärkten im zweiten Halbjahr nicht signifikant verschlechtern, rechnet die BCV-Gruppe für das Gesamtjahr mit einem vergleichbaren Geschäftsgang wie in den ersten sechs Monaten.

 

Lausanne, 20. August 2020

 

Finanzkalender 2021

18. Februar 2021        Veröffentlichung des Jahresergebnisses 2020

29. März 2021            Publikation des Geschäftsberichts 2020 auf www.bcv.ch (in französischer und englischer Sprache)

29. April 2021             Ordentliche Generalversammlung in Lausanne

19. August 2021         Veröffentlichung des Halbjahresergebnisses 2021

 

Banque Cantonale Vaudoise, Ansprechpartner:

Daniel Herrera, Leiter Kommunikation
Tel.: +41 21 212 28 61
E-Mail: daniel.herrera@bcv.ch

 

Gregory Duong, Investor Relations
Tel.: +41 21 212 20 71
E-Mail: gregory.duong@bcv.ch

 

 

Mitteilung an die Redaktion:

Gemäss den Vorschriften für Ad-hoc-Publizität des Kotierungsreglements der SIX Swiss Exchange wird diese Mitteilung ausserhalb der Öffnungszeiten der SIX verschickt.

Dies ist eine Übersetzung. Massgebend ist ausschliesslich der französische Originaltext.

[1] Erträge vor Rückstellungen = Geschäftsertrag vor Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verlusten aus dem Zinsgeschäft

[2] ungeprüftes Halbjahresergebnis

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