BCV Japac: Dank themenübergreifendem Ansatz sowie ESG weniger konjunkturabhängig

2019 war ein gutes Jahr für den BCV Japac. Die Themen, in die der Fonds investiert, bleiben unabhängig von den Konjunkturbewegungen aktuell. Mehr dazu von Pierre Mermod, dem Manager des Fonds.

Wie lief das Jahr 2019 für den BCV Japac?

2019 war sowohl relativ als auch absolut betrachtet ein sehr gutes Jahr für den BCV Japac. Die Klasse C des Fonds legte 21,8% zu, während der Markt um 17,7% avancierte. Im 1. Halbjahr kam dem Fonds seine Übergewichtung der Dienstleister zugute, insbesondere jener, die Lösungen bei Personalmangel anbieten. Dazu gehören zum Beispiel Unternehmen, die in den Bereichen Personalbeschaffung, Zeitarbeit und Outsourcing tätig sind. Im 2. Halbjahr beflügelte die gute Performance der Technologiewerte den Fonds. Vor allem Firmen, die am Ausbau der 5G-Technologie beteiligt sind, leisteten einen positiven Beitrag.

Bei der Verwaltung des Fonds verfolgen Sie einen themenübergreifenden Ansatz. Welches sind die aktuellen Themen?

Derzeit sind insbesondere drei Themen interessant: Eines ist saubere und intelligente Fahrzeuge. Obwohl die Automobilbranche 2019 unter der schwachen Konjunktur litt und die Absatzzahlen weltweit rückläufig waren, konnten Elektroautos ihren Marktanteil erhöhen. Dieses Thema wird in den kommenden Jahren noch wichtiger werden, insbesondere unter dem Einfluss der Klimadiskussion.

Ein weiteres Thema ist der Personalmangel. Es trug im 2. Halbjahr 2019 zwar weniger zur Performance bei, wird aber langfristig gesehen von Bedeutung sein. Der Mangel an Arbeitskräften macht zwar der gesamten japanischen Wirtschaft zu schaffen, besonders stark leiden derzeit aber die Bereiche Engineering und Gesundheit darunter. Im Gesundheitswesen fehlt nicht nur der Nachwuchs, auch die Alterung der Bevölkerung stellt eine besondere Herausforderung dar.

Schliesslich ist das Thema ESG – also die Berücksichtigung ökologischer, sozialer und ethischer Aspekte (ESG: Environment, Social, Governance) beim Anlegen – weiterhin in aller Munde. Immer mehr Vermögensverwalter, insbesondere auch die Pensionskassen und Staatsfonds, berücksichtigen diese Faktoren bei der Verwaltung ihrer Portfolios. So gab zum Beispiel Blackrock, der weltweit grösste Vermögensverwalter, kürzlich bekannt, dass er sein ESG-Angebot ausbauen wird. Die Nachfrage nach Wertpapieren mit guten Nachhaltigkeitsratings wird zunehmen und das Potenzial für eine Outperformance dieser Titel entsprechend steigen.

Aber ist es denn vernünftig, in ein Land mit schrumpfender Bevölkerung zu investieren?

Ja, eine solche Investition ist durchaus gerechtfertigt, denn in einem Punkt unterscheidet sich das japanische Wirtschaftsmodell wesentlich von jenem der westlichen Länder. Europa hat die für sein Wachstum notwendigen ausländischen Arbeitskräfte in die Region geholt. Ohne diese Immigration sähe die demografische Kurve Europas ähnlich aus wie jene Japans. Japan hingegen hat Fabriken im Ausland gebaut. Das Potenzial der Tokioter Börse darf also nicht nur an der japanischen Wirtschaft gemessen werden. Es korreliert zunehmend auch mit der globalen Konjunktur.

Unser themenübergreifender Ansatz begünstigt im Übrigen Sektoren, deren langfristiges Wachstum nicht von der Wirtschaftsentwicklung abhängt.

Warum haben Sie sich beim BCV Japac für einen ESG-Ansatz entschieden?

Die BCV unterstützt ihre Kundinnen und Kunden dabei, bei Anlageentscheiden ESG-Kriterien einzubeziehen, und passt ihr Angebot entsprechend an. Ziel ist es, auch unter Berücksichtigung von ökologischen, sozialen und ethischen Aspekten einen Wertzuwachs zu generieren. Der BCV Japac gehört seit September zu den ESG-Fonds und verzeichnete auch im 4. Quartal 2019 eine Outperformance.

Welche Risiken gibt es?

Das grösste Risiko für den japanischen Markt besteht derzeit darin, dass die Corona-Epidemie ausser Kontrolle geraten könnte. Ein solches Szenario könnte sogar die Austragung der Olympischen Sommerspiele in Tokio in Frage stellen.

Auch eine erneute Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China stellt für den japanischen Markt ein Risiko dar. Es könnte wie bereits 2019 dazu kommen, dass die Unternehmen wegen der fehlenden Marktvisibilität ihre Investitionen aufschieben. Eine solche Reaktion trug zur letztjährigen Wachstumsverlangsamung bei.

Eine gute Nachricht ist hingegen, dass die Zentralbanken an ihren Stimulierungsmassnahmen festhalten werden. Zusätzlich zur lockeren Geldpolitik dürften bestimmte Regierungen auch eine expansivere Haushaltspolitik verfolgen. Sollte sich das Corona-Virus weiter ausbreiten, wäre dies umso entscheidender.

Wichtige rechtliche Hinweise

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