Pressemitteilungen - 2011

Jahresergebnisse 2010

Sehr gute Ergebnisse der BCV-Gruppe: Der Bruttogewinn stieg um 2% und der Reingewinn um 4%

Die BCV-Gruppe schliesst das Geschäftsjahr 2010 mit sehr guten und über dem Vorjahr liegenden Ergebnissen ab. Die Bank verzeichnete eine markante Ausweitung ihres Geschäftsvolumens und eine Zunahme des Geschäftsertrags um 2% auf CHF 996 Millionen. Trotz des einmaligen Aufwands von CHF 34 Millionen zur definitiven Beilegung der Auseinandersetzung mit der ESTV stieg der Bruttogewinn um 2% auf CHF 480 Millionen und der Reingewinn um 4% auf CHF 314 Millionen. Die BCV setzt die 2008 angekündigte Dividendenpolitik und Eigenmitteloptimierung fort. Der Verwaltungsrat beantragt somit an der kommenden Generalversammlung der Aktionäre die Ausschüttung einer ordentlichen Dividende von CHF 22 sowie die Auszahlung von CHF 10 pro Aktie aus der gesetzlichen Kapitaleinlagereserve. Damit schüttet die Gruppe CHF 275 Millionen an die Aktionäre aus.

Ertragssteigerung um 2%

Die BCV-Gruppe steigerte ihren Ertrag um 2% auf CHF 996 Millionen.

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft erhöhte sich leicht auf CHF 511 Millionen (+1%). Dieser Anstieg ist geringer als die Zunahme des Geschäftsvolumens. Dies ist auf die vorsichtige Bewirtschaftung der liquiden Mittel, die grösstenteils bei der SNB angelegt wurden, und das durch die sehr niedrigen Zinsen geprägte Marktumfeld zurückzuführen.

Der Kommissionsertrag stieg um 7% auf CHF 352 Millionen. Dieses gute Ergebnis ist in erster Linie der Zunahme der Kommissionen aus dem Vermögensverwaltungs- geschäft (+4%) auf CHF 288 Millionen zu verdanken.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft fiel mit CHF 98 Millionen ebenso erfreulich aus wie im Vorjahr. Das Ergebnis aus dem Devisenhandel für Kunden steuerte massgeblich dazu bei, dass dieses Niveau gehalten werden konnte.

Der übrige ordentliche Erfolg sank um CHF 6 Millionen auf CHF 35 Millionen.

2% höherer Bruttogewinn von CHF 480 Millionen

Der Gesamtaufwand stieg leicht (+2%) auf CHF 516 Millionen. Der Personalaufwand nahm durch die Einstellung neuer Mitarbeiter, übliche Lohnanpassungen und die verstärkte Mitarbeiterfortbildung auf CHF 326 Millionen (+3%) zu. Der übrige Geschäftsaufwand blieb mit CHF 190 Millionen stabil.

Infolge der höheren Erträge und der Kostenkontrolle stieg der Bruttogewinn um 2% auf CHF 480 Millionen. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich von 60 auf 59%.

Reingewinn von CHF 314 Millionen

Die Abschreibungen sanken geringfügig auf CHF 78 Millionen (-2%). Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste gingen deutlich auf CHF 5 Millionen (-71%) zurück. Demgegenüber steigerte sich der ausserordentliche Ertrag, insbesondere aufgrund der Auflösung von Rückstellungen, auf CHF 45 Millionen (+168%). Diese beiden Posten spiegeln die Qualität des Kreditportfolios wider.

Der Reingewinn stieg um 4% auf CHF 314 Millionen an. Diese Zunahme ist umso bemerkenswerter, als darin die Zahlung von CHF 34 Millionen zur definitiven Beilegung der Auseinandersetzung mit der ESTV berücksichtigt wurde. Ohne diese Transaktion wäre der Reingewinn um 13% gestiegen.

Bedeutende Zunahme des Kundengeschäfts

Die Bilanzsumme blieb mit CHF 35,6 Milliarden praktisch unverändert.

Auf der Aktivseite ist eine starke Steigerung des Hypothekargeschäftsvolumens um CHF 1,5 Milliarden auf CHF 20,3 Milliarden (+8%) zu verzeichnen. Die übrigen bilanzwirksamen Kredite sanken geringfügig um CHF 294 Millionen auf CHF 5,2 Milliarden (-5%). Die ausserbilanziellen Kredite hingegen stiegen um CHF 327 Millionen (+14%).

Die Forderungen gegenüber Banken gingen aufgrund der vorsichtigen Bewirtschaftung des Interbankenrisikos weiter zurück (-45% auf CHF 3 Milliarden). Die verfügbaren Mittel wurden stattdessen grösstenteils als kurzfristige Forderungen bei der SNB angelegt. Die Forderungen aus Geldmarktpapieren nahmen somit um CHF 1,8 Milliarden zu.

Auf der Passivseite belegt der sehr deutliche Anstieg der Kundeneinlagen in Spar- und Anlageform um CHF 1,0 Milliarde auf CHF 10,9 Milliarden (+11%) das Vertrauen der Kunden gegenüber der Bank.

Die Eigenmittel blieben mit CHF 3,3 Milliarden stabil. Die Bank verfügt über eine komfortable Eigenkapitalbasis: Der FINMA-Deckungsgrad beläuft sich auf 175% und die BIZ-Tier-1-Ratio (Basel II IRB) auf 17,6%.

Neugeldzufluss von CHF 758 Millionen und Stabilität der verwalteten Vermögen

Zu begrüssen war der Neugeldzufluss von CHF 758 Millionen. Dieser ist auf zwei Faktoren zurückzuführen: Einerseits kam es in den Bereichen Privatkunden und KMU erneut zu einem Nettoneugeldzufluss von CHF 1,3 Milliarden, andererseits gingen die kurzfristigen Einlagen der Grossunternehmen und institutionellen Akteure um CHF 0,5 Milliarden zurück, da die Bank angesichts der allgemein hohen Liquidität bewusst an einer tiefen Verzinsung dieser Einlagen festhielt. Unter dem Einfluss der Märkte und insbesondere der Wechselkursentwicklung verringerten sich die verwalteten Vermögen der Gruppe geringfügig auf CHF 75,8 Milliarden (-1%).

Anträge an die Generalversammlung zur Ausschüttung von CHF 275 Millionen an die Aktionäre: Auszahlung einer ordentlichen Dividende von CHF 22 sowie Auszahlung von CHF 10 pro Aktie aus der gesetzlichen Kapitaleinlagereserve

Die BCV-Gruppe setzt ihre Massnahmen zur Eigenmitteloptimierung entsprechend der 2008 angekündigten Strategie fort. Der Verwaltungsrat wird daher an der Generalversammlung vom 5. Mai 2011 in Lausanne beantragen, die ordentliche Dividende für die BCV-Namenaktie von CHF 21 auf CHF 22 zu erhöhen. Er wird zudem die Auszahlung von CHF 10 pro Aktie aus der gesetzlichen Kapitaleinlagereserve vorschlagen. Insgesamt beabsichtigt die Gruppe somit, CHF 275 Millionen an ihre Aktionäre auszuschütten.

Antrag an die Generalversammlung zur Ernennung eines neuen Mitglieds und Bekanntgabe des neuen Vizepräsidenten des Verwaltungsrats

Wie am 11. November 2010 bereits angekündigt, wird der Verwaltungsrat der ordentlichen Generalversammlung der Aktionäre Reto Donatsch zur Wahl in den Verwaltungsrat der BCV vorschlagen. Er soll den derzeitigen VR-Vizepräsidenten Jean-Luc Strohm, der 2011 die vom Waadtländer Kantonalbankgesetz vorgesehene Altersgrenze erreichen wird, als Mitglied des Verwaltungsrats ersetzen. Der Verwaltungsrat dankt Jean-Luc Strohm ganz herzlich für seine wertvolle Mitarbeit, die allen in bester Erinnerung bleiben wird. Seine weitreichende Erfahrung, sein umfassendes Finanzwissen, seine hervorragende Kenntnis der Waadtländer Wirtschaft sowie seine Dialogbereitschaft, sein Einfühlungsvermögen und seine freundliche Art haben wesentlich zum jüngsten Erfolg der Bank beigetragen.

An seiner Sitzung vom 9. Februar 2011 hat der Waadtländer Staatsrat Stephan A. J. Bachmann zum Nachfolger von Jean-Luc Strohm ernannt. Stephan A. J. Bachmann, der seit Januar 2008 Mitglied des Verwaltungsrates und Vorsitzender des Prüfungs- und Risikoausschusses ist, tritt sein Amt am 6. Mai 2011 an. Zuvor gehörte er der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat von PricewaterhouseCooper (PwC) an, wo er den Schweizer Audit-Bereich leitete. Als diplomierter Wirtschaftsprüfer und ehemaliger leitender Bankrevisor verfügt Stephan A. J. Bachmann über umfassende Erfahrung in der Rechnungsprüfung von schweizerischen und internationalen Industrieunternehmen und Finanzinstituten. Er wohnt seit Jahren im Kanton Waadt.

Akquisition der Banque Franck Galland & Cie S.A.

Die BCV-Gruppe kündigte die Übernahme der Banque Franck Galland & Cie S.A. von der Johnson Financial Group an. Ihre Fusion mit der Banque Piguet & Cie S.A., einer Tochtergesellschaft der BCV-Gruppe, wird im Frühjahr 2011 wirksam. Mit verwalteten Vermögen von rund CHF 8 Milliarden wird die neue Banque Piguet Galland & Cie S.A. zu einem der wichtigsten Akteure der Vermögensverwaltung in der Romandie. Sie wird ihrer Westschweizer Kundschaft einen erstklassigen, kundennahen Service anbieten. Mittelfristig sollen die verwalteten Vermögen deutlich gesteigert werden.

Erhöhung des Ausblicks für die BCV durch Standard & Poor’s

Die Rating-Agentur Standard & Poor’s erhöhte den Ausblick für die BCV in Anbetracht der soliden Finanzkraft der Gruppe von stabil auf positiv. Sie bestätigte im Übrigen das langfristige Bonitätsrating AA-. Die Bank freut sich über diesen Entscheid. Er trägt ihrer gesunden Finanzlage Rechnung, die das Ergebnis der in den letzten sieben Jahren umgesetzten tiefgreifenden Massnahmen ist.

Definitive Beilegung der Auseinandersetzung mit der ESTV

Im Dezember 2008 hatte die ESTV von der BCV die Zahlung von CHF 150 Millionen gefordert. Dieser Betrag entspricht der der BCV von 2004 bis 2006 auf bestimmte Geschäfte mit Aktienderivaten zurückerstatteten Verrechnungssteuer. Die BCV lehnte diese Forderung entschieden ab und bat die ESTV, ihren Standpunkt zu überprüfen, mit der Begründung, die ESTV habe dieser Rückerstattung 2003 zugestimmt und ihre Entscheidung dann rückwirkend in Frage gestellt. Nach einer vertieften Analyse des Dossiers durch beide Parteien hat die ESTV den Standpunkt der BCV weitgehend anerkannt. Einzig eine beschränkte Anzahl Transaktionen entsprach der ESTV zufolge nicht genau dem Ruling. Auf diese entfielen weniger als 20% oder CHF 29 Millionen der ursprünglich geforderten Verrechnungssteuer. Zuzüglich Verzugszinsen entstand daher ein einmaliger Aufwand von CHF 34 Millionen. Damit ist diese Auseinandersetzung definitiv beigelegt.

Perspektiven

Die BCV-Gruppe ist mit diesen Ergebnissen sehr zufrieden. Sie zeugen vom Vertrauen der Kunden in die Bank und von der guten Geschäftsentwicklung in einem sich bessernden Wirtschafts- und weiterhin unsicheren Finanzmarktumfeld. Die BCV rechnet daher für das gesamte Geschäftsjahr 2011 mit einem vergleichbaren Geschäftsgang.

Lausanne, 24. Februar 2011


Finanzkalender 2011

5. Mai
5. Mai
9. Mai
11. Mai
12. Mai
18. August
10. November

Veröffentlichung der Ergebnisse des 1. Quartals 2011
Ordentliche Generalversammlung in Lausanne
Dividendenabschlag (Ex-Datum)(1)
Record Date (Bestimmung der dividendenberechtigten Aktionäre)
Dividendenauszahlung(1)
Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse 2011
Veröffentlichung der Ergebnisse des 3. Quartals 2011

(1) Die von der Generalversammlung zu genehmigende Gesamtausschüttung umfasst die ordentliche Dividende von CHF 22 pro Aktie und die Auszahlung von CHF 10 pro Aktie aus der gesetzlichen Kapitaleinlagereserve.


Ansprechpartner

Christian Jacot-Descombes, Pressesprecher
Phone + 41 21 212 28 61
E-Mail

Gregory Duong, Investor Relations
Phone + 41 21 212 20 71
E-Mail

Mitteilung an die Redaktion: Gemäss den Vorschriften für Ad-hoc-Publizität des Kotierungsreglements der SIX Swiss Exchange wird diese Mitteilung ausserhalb der Öffnungszeiten der SIX verschickt.

Dies ist eine Übersetzung. Massgebend ist ausschliesslich der französische Originaltext.

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